ökonomisch & ökologisch im Puls: bedarfsgerecht Düngen mit SolorrowApp

Autoren:
Name Institution e-Mail
Christoph WeißLehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Hofgut Neumühle c.weiss@neumuehle.bv-pfalz.de

Schwierigkeitsgrad:
einfach
Umsetzungsdauer:
kurz
Reproduzierbarkeit:
national
Technologisierung:
niedrig

Kurzbeschreibung



Ziel des hier gezeigten Praxisbeispiels ist die variable Düngeapplikation mit einem Schleuderstreuer. Die Basis der variablen Applikation soll dabei eine teilflächenspezifische Applikationskarte von „Solorrow“ sein, welche auf Grundlage von mehrjährigen Biomasse- bzw. Wachstumsunterschieden basiert.

Vorbereitung: Um die oben beschriebene Maßnahme durchführen zu können, sind folgende Vorbereitungen zu treffen: Download der App „Solorrow“ und die Registrierung in dem Programm. Ebenfalls muss die Möglichkeit der Datenübertragung zum Schlepper möglich sein. Dies kann über USB-Stick oder auch über Softwarelösungen wie MyJD gelöst werden (im Beispiel hier ist die Datenübertragung via MyJD gezeigt). Hierfür muss ebenfalls ein MyJohnDeere Account vorhanden sein. Des weiteren muss der Schlepper ISOBUS fähig sein, genauso wie der verwendete Schleuderstreuer. Die nötigen technischen Voraussetzungen, Lizenzen und Aktivierungen für eine teilflächenspezifische Ausbringung und Dokumentation müssen auf Schlepper und Anbaugerät vorhanden sein. Durchführung: In der App wird der Anwender intuitiv durch die Erstellung der Applikationskarte geleitet. Nachdem die Feldgrenze durch das Programm, oder per Hand, erstellt wurde, kann die Anzahl der Managementzonen durch den Benutzer variiert werden. Im nächsten Schritt müssen Parameter wie Maschinentyp, durchschnittliche Aufwandmenge, die Dosierungsdifferenz zwischen den Zonen und letztendlich die Applikationsstrategie eingestellt werden. Anschließend kann die erstellte Karte auf unterschiedliche Arten exportiert werden. Hier wurde die Übertragung an das OperationsCenter gewählt. Die geschickte Karte wird in einem nächsten Schritt im OperationsCenter an die ausführende Maschine gesendet. Dies kann, wie hier im Beispiel drahtlos oder auch per USB- Stick erfolgen. Die Karte muss jetzt nur noch im Schlepper Terminal ausgewählt werden und kann dann für die Applikation verwendet werden. Nach Durchführung der Maßnahme muss die Karte von dem Schlepperterminal exportiert werden. Dies kann manuell per USB-Stick oder wie hier im Beispiel drahtlos erfolgen. Der Export erfolgt in das OperationsCenter in welchem die Karte dann einsehbar ist. Auswertung: Im OperationsCenter wird die durchgeführte variable Düngung bildlich dargestellt. Die Karte umfasst die Soll-rate, ist-rate, die Geschwindigkeit während der Applikation u.v.m. Es kann nun kontrolliert werden, ob die gewünschten Mengen tatsächlich ausgebracht wurden. Ebenfalls kann die Karte mit anderen Karten vergleichen werden- bspw. Mit einer Ertragskarte oder anderen Düngungen. Für weitere Analysen kann die erstellte Karte auch exportiert werden um bspw. als Dokumentation in der Ackerschlagkartei zu dienen oder für die Unterlagen ausgedruckt werden.

Das Beispiel zeigt eine Möglichkeit der variablen Applikation von mineralischem Dünger. Hierdurch kann eine standortgerechtere, nachhaltigere und letztendlich klimafreundlichere Düngung erfolgen.

Bestandteile


  Technik


  • Digitales Endgerät
  • Anbaugerät
  • Traktor

  Anwendung


  • App
  • Browser
  • FMIS

 Daten


  • Zonenkarte

Einordnung


Allgemein

Bundesland:
Alle Bundesländer
Übertragbarkeit:
International
Produktionsbereich:
Pflanzliche Erzeugung
Produktionsrichtung:
Futterbau
Arbeitsbereich:
Alle(Futterung)
Verfahrensbereich:
keine Angabe

Umgesetztes Praxisbeispiel:

Testumgebung:
Praxiseinsatz
Einsatzhäufigkeit:
Einmalig
Einsatzumfang:
Einzelfläche
Kostenumfang digitaler Technik:
(Die Kosten sind als Richtwerte zu verstehen)
 
- Anschaffungskosten für Einsatzumfang:
101 - 1000 €
- Laufende Kosten im Monat pro Einheit:
Nicht relevant


Umsetzungsschritte

Einrichtung

In der Einrichtung des Praxisbeispiels sollen die Grundlagen für die anschließende Durchführung geschaffen werden. Zum Beispiel die Einrichtung eines Accounts, Installation von Software und Aufbau von Technik.

1

Download der App „Solorrow“ aus dem App-Store auf das Smartphone

2

Registrierung in der App „Solorrow“

Vorarbeit Notwendig

Registrierung bei MyJohnDeere OperationsCenter, um die Applikationskarte im Anschluss über das OperationsCenter übertragen zu können

Vorbereitung

In der Vorbereitung wird die eingerichtete Technik und/oder Anwendung für die Durchführung des Praxisbeispiels einsatzbereit gemacht. Zum Beispiel das Erstellen/Verschicken einer Applikationskarte und der Import von Feldgrenzen.

1

Manuelles Einzeichnen der Feldgrenze in der App

2

Anzahl der Feldzonen festlegen

3

Erstellung der Applikationskarte durch Auswahl der durchschnittlichen Dosierung, Dosierungsdifferenz und Applikationsstrategie

Vorarbeit Notwendig

Festlegung einer Gesamtdüngemenge auf Basis der Düngebedarfsermittlung

4

Verschicken der Applikationskarte an das MyJD Operationscenter

Vorarbeit Notwendig

Verbindung zwischen Solorrow und dem JohnDeere OperationsCenter einrichten

5

Import der Datei auf Traktorterminal

Vorarbeit Notwendig

Einrichtung des Wireless Data Transfers (WDT) im OperationsCenter und auf dem Traktor-Terminal

Durchführung

In der Umsetzung wird das eigentliche Ziel des Praxisbeispiels umgesetzt. Dabei wird die vorbereitete Technik und/oder Anwendung eingesetzt. Zum Beispiel die Auswahl und Weiterverarbeitung ausgewählter Geodaten und die Abarbeitung einer Applikationskarte und gleichzeitige Dokumentation der Maßnahme.

1

Ausbringung mineralischen Düngers auf Grundlage einer Applikationskarte

2

Dokumentation der Dünge-Maßnahme auf dem Traktorterminal

Vorarbeit Notwendig

Einrichtung der Dokumentation auf dem Traktor-Terminal

Nachbereitung

In der Nachbereitung werden die durchgeführten Schritte kontrolliert um das Ergebnis des Praxisbeispiels sicherzustellen. Zum Beispiel kann dies die Einsicht einer Dokumentationskarte zur Überprüfung von Soll- und Ist-Menge sein.

1

Übertragung der Dokumentation

Übertragung der dokumentierten „as-applied map“ in das OperationsCenter durch Export und Versand via Mobilfunk und Wireless Data Transfer (WDT)

Auswertung

In der Auswertung soll das durchgeführte Praxisbeispiel hinsichtlich seines Erfolges untersucht werden. Zum Beispiel der Effizienzvergleich von vernetzten Maschinen/ dokumentierten Maßnahmen.

1

Export der dokumentierten Maßnahme zur Weiterverarbeitung

Export der dokumentierten Dünge-Maßnahme zur Weiterverarbeitung in der digitalen Ackerschlagkartei für die weitere Düngeplanung

Ergebnisbeschreibung

  Allgemeines Potenzial
Verbesserte Rechtssicherheit
Entbürokratisierung
Beitrag zur digitalen Transformation
Vereinfachtes Datenmanagement
weiteres Ergebnis Mit Hilfe der variablen Düngung kann der aktuelle Pflanzenbestand bedarfsgerecht versorgt werden. Durch das Rückspielen der dokumentierten Maßnahme in die betriebliche Farm-Management-Software können sowohl der Erfolg der variablen Düngemaßnahme durch einen Soll-Ist-Vergleich bewertet als auch die ausgebrachten Düngemengen in die weitere Düngeplanung einbezogen werden
  Ökonomisches Potenzial
Einsparung Betriebsmittel
Einsparung Arbeitszeit
Planungssicherheit
Mehrertrag
Entscheidungsunterstützung
weiteres Ergebnis
  Ökologisches Potenzial
Ressourceneffizienz
Bodenschonung
Biodiversität
Emissionsminderung
weiteres Ergebnis
  Soziales Potenzial
Attraktivität des Arbeitsplatzes
Arbeitserleichterung
Entwicklung ländlicher Raum
Arbeitssicherheit
Image / Öffentlichkeitsarbeit
weiteres Ergebnis
Externe Dokumente: