Bestimmung des optimalen Aussaatzeitpunktes per Wetterstation

Autoren:
Name Institution e-Mail

Schwierigkeitsgrad:
einfach
Zubereitungsdauer:
kurz
Reproduzierbarkeit:
international
Technologisierung:
niedrig

Kurzbeschreibung



Der Aussaatzeitpunkt von Mais hängt hauptsächlich von der Bodentemperatur ab. Erst bei einer Bodentemperatur von durchgängig mehr als 8°C und ausreichender Bodenfeuchtigkeit keimt das Maiskorn. Doch wann ist diese Temperatur erreicht? Da die Außentemperatur von der Bodentemperatur abweicht und nachts die Temperaturen niedriger sind, als am Tag, ist die Bestimmung des optimalen Zeitpunktes schwierig. Abhilfe schafft hier eine Wetterstation mit Bodensonde. ...

Nachdem Sie die Station installiert und einen Account eingerichtet haben, zeichnet diese die Wetterdaten auf. Vergewissern Sie sich in der Oberfläche, dass die Bodensonde Daten liefert. Die Station zeichnet nun stündlich die Daten mit, diese können Sie in der Oberfläche kontrollieren um den optimalen Zeitpunkt nicht zu verpassen. Die Daten können heruntergeladen und weiterverarbeitet oder über eine Schnittstelle an andere Systeme, wie eine digitale Schlagkartei, weitergeleitet werden. ...

Die Station zeichnet jetzt unter Anderem die Bodentemperatur, Bodenfeuchte und den Niederschlag über das ganze Jahr hinweg auf. Über das Webinterface können Sie jederzeit die aktuellen Verhältnisse einsehen, um die Aussaat besser planen zu können. So bringen Sie ihr Saatgut zum optimalen Zeitpunkt aus und reduzieren damit die Fehlstellen im Bestand. ...

Zutatenliste


  Technik


  • Sensoren
  • Wetterstation

  Anwendung


  • Browser
  • Website

 Daten


  • Zugangsdaten
  • Telemetriedaten

Einordnung


Allgemein

Bundesland:
Alle Bundesländer
Übertragbarkeit:
Regional
Produktionsbereich:
Aussaat
Produktionsrichtung:
Feldfruchtbau
Verfahrensbereich:

Arbeitsbereich:
Aussaat

Umgesetztes Praxisbeispiel:

Testumgebung:
Einsatzhäufigkeit:
Einsatzumfang:
Kostenumfang digitaler Technik:
(Die Kosten sind als Richtwerte zu verstehen)
 
- Anschaffungskosten für Einsatzumfang:
101 - 1000 €
- Laufende Kosten im Monat pro Einheit:
11 - 50 €


Zubereitungsschritte

Einrichtung

In der Einrichtung des Praxisbeispiels sollen die Grundlagen für die anschließende Durchführung geschaffen werden. Zum Beispiel die Einrichtung eines Accounts, Installation von Software und Aufbau von Technik.

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Aufbau der Wetterstation

Haben Sie noch keine Station, finden Sie unter den Tutorials im Farmwiki eine detaillierte Aufbau- und Einrichtungsanleitung.

Vorarbeit Notwendig

Bestellen Sie sich eine Station nach ihren Wünschen und Fragestellungen. Eine detaillierte Aufbauanleitung finden Sie hier: https://farmwiki.de/de/Tutorials/Wetter/iMetos33installieren

Vorbereitung

In der Vorbereitung wird die eingerichtete Technik und/oder Anwendung für die Durchführung des Praxisbeispiels einsatzbereit gemacht. Zum Beispiel das Erstellen/Verschicken einer Applikationskarte und der Import von Feldgrenzen.

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Installation der Bodensonde

Vergewissern Sie sich, dass die Bodensonde an einer repräsentativen Stelle am Feldrand installiert ist und, dass die Sonde weit genug in der Erde steckt. Falls Sie die Sonde im Feld installiert haben, vergessen Sie nicht, den Sensor vor der Bodenbearbeitung aus dem Bearbeitungshorizont zu entfernen, da dieser sonst zerstört wird. Es empfiehlt sich den Sensor mit einem Stab oder eine Fahne zu markieren, da dieser bei zunehmendem Bewuchs schwer auffindbar ist.

Umsetzung

In der Umsetzung wird das eigentliche Ziel des Praxisbeispiels umgesetzt. Dabei wird die vorbereitete Technik und/oder Anwendung eingesetzt. Zum Beispiel die Auswahl und Weiterverarbeitung ausgewählter Geodaten und die Abarbeitung einer Applikationskarte und gleichzeitige Dokumentation der Maßnahme.

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Datenaufzeichnung

Die Station sendet einmal pro Stunde die gesammelten Daten per Mobilfunk an den Server. In Ihrem Account können Sie diese Daten auf der Startseite oder der Seite "Stationsdaten" einsehen. Sie sollten die Station hin und wieder auf Schäden und Verunreinigungen kontrollieren.

Nachbereitung

In der Nachbereitung werden die durchgeführten Schritte kontrolliert um das Ergebnis des Praxisbeispiels sicherzustellen. Zum Beispiel kann dies die Einsicht einer Dokumentationskarte zur Überprüfung von Soll- und Ist-Menge sein.

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Einsicht der Daten

Unter "Stationsdaten" sehen Sie in den verschiedenen Diagrammen die Daten der angeschlossenen Sensoren. Weiter unten auf der Seite finden Sie die Messdaten der Bodensonde. Bei der Senteksonde ist der oberste Sensor in dem Stab die Bodentemperatur/Feuchte/Salzgehalt 1. Wenn Sie in den Legenden die anderen Sensoren anklicken verschwinden diese aus der Grafik. Wählen Sie daher alle Messwerte ab, die Sie nicht interessieren, um die Übersicht zu verbessern. Für das Beispiel wurde in der Abbildung nur die Bodentemperatur ausgewählt. Über die Filterfunktion können Sie den Zeitraum der gezeigten Daten verändern.

Auswertung

In der Auswertung soll das durchgeführte Praxisbeispiel hinsichtlich seines Erfolges untersucht werden. Zum Beispiel der Effizienzvergleich von vernetzten Maschinen/ dokumentierten Maßnahmen.

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Auswahl des optimalen Aussaatzeitpunktes

Mais benötigt zur Keimung eine Bodentemperatur von durchgehend über 8 °C sowie eine ausreichende Bodenfeuchte. Wann dieser Zeitpunkt erreicht ist, können Sie nun aus dem Diagramm ihrer Station ermitteln. Der Vorteil liegt hier in der 24/7 laufenden Überwachung der Bodentemperaturen und Bodenfeuchten. Manuelle, zeitaufwendige Messungen entfallen damit. Die Daten können zudem als Grafik oder Exceldatei oder mittels Datenschnittstelle (API) exportiert werden, falls Sie diese noch anderweitig verwenden möchten.

Ergebnisbeschreibung

Ökonomisches Potenzial
Einsparung Betriebsmittel
Einsparung Arbeitszeit
Planungssicherheit
Mehrertrag
  Ökologisches Potenzial
Ressourceneffizienz
Bodenschonung
Biodiversität
Positive Wirkung auf die Umwelt
  Soziales Potenzial
Attraktivität Arbeitsplatz
Arbeitserleichterung
Entwicklung ländlicher Raum
Arbeitssicherheit
Image / Öffentlichkeitsarbeit