Variable Düngung nach Wachstumspotenzialkarten mittels Solorrow

Autoren:
Name Institution
Weiß, Christoph Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Hofgut Neumühle c.weiss@neumuehle.bv-pfalz.de

Schwierigkeitsgrad:
anspruchsvoll
Zubereitungsdauer:
mittel
Reproduzierbarkeit:
International
Technologisierung:
hoch

Kurzbeschreibung



Ziel ist die variable Applikation von mineralischem Dünger mit einem Schleuderstreuer. Die Basis soll dabei eine teilflächenspezifische Applikationskarte der Firma „Solorrow“ sein, welche aus Biomassekarten der europäischen Sentinel-Satelliten der letzten 5 Jahre erstellt wird. ...

Auf der Smartphone-App „Solorrow“ wird für die zu düngenden Felder die Applikationskarten erstellt und anschließend auf das Traktor-Terminal übertragen. Über ISOBUS arbeitet der angebaute Schleuderstreuer die Zielwerte ab und dokumentiert die Maßnahme. ...

Mit Hilfe der variablen Düngung kann der aktuelle Pflanzenbestand bedarfsgerecht versorgt werden. Durch das Rückspielen der dokumentierten Maßnahme in die betriebliche Farm-Management-Software können sowohl der Erfolg der variablen Düngemaßnahme durch einen Soll-Ist-Vergleich bewertet als auch die ausgebrachten Düngemengen in die weitere Düngeplanung einbezogen werden. ...

Zutatenliste


  Anwendung



 Daten


Einordnung


Allgemein

Bundesland:
Rheinland-Pfalz
Übertragbarkeit:
international
Produktionsbereich:
Pflanzliche Erzeugung
Produktionsrichtung:
Feldfruchtbau
Verfahrensbereich:
Getreide
Arbeitsbereich:
Düngung

Umgesetztes Praxisbeispiel:

Testumgebung:
Betriebsalltag
Einsatzhäufigkeit:
Einmalig
Einsatzumfang:
Einzelfläche
- Schlaggröße in ha:
7,5 ha
- Maschinenumfang:
Einzelmaschine
Kostenumfang digitaler Technik:
(Die Kosten sind als Richtwerte zu verstehen)
 
- Anschaffungskosten für Einsatzumfang:
Testversion 0 € für 2 Felder
Bis 100 ha 49 € zzgl. MwSt.
Bis 300 ha 149 € zzgl. MwSt.
Bis 1000 ha 499 € zzgl. MwSt.
- Laufende Kosten im Monat pro Einheit:
0 €


Zubereitungsschritte

Einrichtung

In der Einrichtung des Praxisbeispiels sollen die Grundlagen für die anschließende Durchführung geschaffen werden. Zum Beispiel die Einrichtung eines Accounts, Installation von Software und Aufbau von Technik.

1

Download der App „Solorrow“ aus dem App-Store auf das Smartphone

2

Registrierung bei MyJohnDeere OperationsCenter, um die Applikationskarte im Anschluss über das OperationsCenter übertragen zu können

Vorarbeit:

Registrierung bei MyJohnDeere OperationsCenter

Alternative:

Registrierung bei MyAgriRouter, um diesen als alternativen Übertragungsweg der Applikationskarte zu nutzen

Vorbereitung

In der Vorbereitung wird die eingerichtete Technik und/oder Anwendung für die Durchführung des Praxisbeispiels einsatzbereit gemacht. Zum Beispiel das Erstellen/Verschicken einer Applikationskarte und der Import von Feldgrenzen.

1

Manuelles Einzeichnen der Feldgrenze in der App

Alternative:

Automatische Erstellung der Feldgrenze durch die App

Alternative:

Import einer Shape-Datei

2

Erstellung der Applikationskarte durch Auswahl der durchschnittlichen Dosierung, Dosierungsdifferenz und Applikationsstrategie

Vorarbeit:

Festlegung einer Gesamtdüngemenge auf Basis der Düngebedarfsermittlung

3

Verschicken der Applikationskarte an das MyJD Operationscenter

Alternative:

Als ISO-XML, Shape- oder PDF-Datei per E-Mail verschicken

4

Export der Applikationskarte aus dem OperationsCenter, verschicken der Datei via Mobilfunk an die Maschine und Import der Datei auf dem Traktor Terminal

Vorarbeit:

Einrichtung des Wireless Data Transfers (WDT) im OperationsCenter und auf dem Traktor-Terminal

Alternative:

Übertragung der Applikationskarte per USB-Stick auf das Traktor-Terminal

Alternative:

Übertragung der Applikationskarte per Agrirouter über Mobilfunk auf das Traktor-Terminal

Durchführung

In der Durchführung wird das eigentliche Ziel des Praxisbeispiels umgesetzt. Dabei wird die vorbereitete Technik und/oder Anwendung eingesetzt. Zum Beispiel die Auswahl und Weiterverarbeitung ausgewählter Geodaten und die Abarbeitung einer Applikationskarte und gleichzeitige Dokumentation der Maßnahme.

1

Ausbringung mineralischen Düngers auf Grundlage einer Applikationskarte

2

Dokumentation der Dünge-Maßnahme auf dem Traktor-Terminal

Vorarbeit:

Einrichtung der Dokumentation auf dem Traktor-Terminal

Nachbereitung

In der Nachbereitung werden die durchgeführten Schritte kontrolliert um das Ergebnis des Praxisbeispiels sicherzustellen. Zum Beispiel kann dies die Einsicht einer Dokumentationskarte zur Überprüfung von Soll- und Ist-Menge sein.

1

Übertragung der dokumentierten „as-applied map“ in das OperationsCenter durch Export und Versand via Mobilfunk und Wireless Data Transfer (WDT)

Alternative:

Übertragung der dokumentierten „as-applied map“ per USB-Stick in das OperationsCenter

Alternative:

Übertragung der dokumentierten „as-applied map“ per Agrirouter über Mobilfunk

Auswertung

In der Auswertung soll das durchgeführte Praxisbeispiel hinsichtlich seines Erfolges untersucht werden. Zum Beispiel der Effizienzvergleich von vernetzten Maschinen/ dokumentierten Maßnahmen.

1

Export der dokumentierten Dünge-Maßnahme zur Weiterverarbeitung in der digitalen Ackerschlagkartei für die weitere Düngeplanung

Alternative:

Vergleich der dokumentierten Düngung mit der erstellten Applikationskarte für eine Erfolgskontrolle der Maßnahme

Alternative:

Abschließender Vergleich aller dokumentierten Dünge-Maßnahmen und der Aussaatkarte mit der dokumentierten Ertragskarte für eine teilflächenspezifische Effizienzbetrachtung der durchgeführten Maßnahmen

Ergebnisbeschreibung

  Ökonomisches Potential
Einsparung Betriebsmittel   
Einsparung Arbeitszeit   
Planungssicherheit   
Mehrertrag   
  Ökologisches Potential
Ressourceneffizienz   
Bodenschonung   
Biodiversität   
Positive Wirkung auf die Umwelt   
  Soziales Potential
Attraktivität Arbeitsplatz   
Arbeitserleichterung nicht bewertbar
Entwicklung ländlicher Raum nicht bewertbar
Arbeitssicherheit nicht bewertbar
Image / Öffentlichkeitsarbeit   
Ergebnismaterial:


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